FÜR EINE SOLIDE MEDZINISCHE VERSORGUNG IM RENCHTAL!

Wir fordern eine umfassende Reform der sog. "Agenda 2030" des Ortenaukreises

Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Ökonomie

Präambel:

Das Gesundheitswesen gehört zur Daseinsvorsorge und damit zu den originären Aufgaben des Staates. Dabei hat der Mensch, nicht die Ökonomie im Mittelpunkt zu stehen. Eine grundlegende Veränderung des Gesundheitssystem ist nötig, um einer alternden Gesellschaft und um den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden.

Die von Landrat Scherer propagierte Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität auch in der Fläche wird für Oberkirch und das Renchtal eingefordert.

Ein zukünftiges medizinisches Versorgungskonzept am Krankenhaus Oberkirch muss sich am gewohnten Standard der medizinischen Versorgung vor der Umsetzung der Agenda 2030 orientieren und eine qualifizierte medizinische Basisversorgung für die knapp 30000 Einwohner des Renchtals gewährleisten.

Dies schließt ein:

  • eine Fortführung der internistischen Versorgung , 24 Stunden/ 7 Tage.

  • das Angebot von endoskopischen Untersuchungen, Magen- Darm- Spiegelungen, Sonografie-Untersuchungen, wie bisher,

  • die Diagnostik von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Ausnahme von Herzkatheteruntersuchungen.

  • eine ambulante, chirurgische Versorgung von 8.00 bis 22.00 Uhr/ 7 Tage mit entsprechender Röntgeneinrichtung.

  • die dauerhafte Einrichtung einer Basis- Notfallversorgung für Bagatelle Verletzungen. Dies bedingt eine Modifikation des Notfallstufen Konzeptes des gemeinsamen Bundesausschusses für die Notfallversorgung.

  • sowie die Beibehaltung des Notarztstandorts Oberkirch.

  • die Einrichtung von Betten zur Kurzzeitpflege, zur Kurzzeittherapie, zur Nachsorge nach operativen Eingriffen. IMC- Betten (Intensivbetten zur Überwachung ohne Beatmungsgerät).

  • den Erhalt der bisherigen Palliativbetten.

  • die Sicherstellung der geburtshilflichen Vor- u. Nachsorge in der Region Oberkirch – Renchtal. “Hebammenstützpunkt“.

  • die Umsetzung der Ergebnisse der Kommunalen Gesundheitskonferenz.

  • Ausbau der Telemedizin mit gemeinsamer Patientenakte und zügiger Einrichtung eines schnellen Internets im Renchtal.

  • Auslastung der Operationssäle durch weitere Anwerbung zum ambulanten Operieren durch niedergelassene Ärzte.

Sollte die Neuordnung der Notfallversorgung dazu führen, dass die Klinik Oberkirch Notfallpatienten abweisen müsste, müsste in Oberkirch umgehend eine Notfallpraxis eingerichtet werden, die ab 2030  in das integrierte Versorgungszentrum zu übernehmen wäre.

Positionspapier hier zum Download