Debatte- Finanzierungskonzept Agenda 2030 Schauspiel

Pressekonferenz zum Finanzierungskonzept VOR der Beratung und Entscheidung im Gesundheits- und Klinik-Ausschuss!

Das Ortenau-Klinikum kündigt eine Pressekonferenz zum Finanzierungskonzept der „Agenda 2030“ für kommenden Dienstag, 22. September 2020, ab 11 Uhr an. Im Vorfeld der Sitzung sollen Landrat Frank Scherer, Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller sowie die Fraktionsvorsitzenden ab 11 Uhr in einem Pressegespräch über das zur Beratung stehende Finanzierungskonzept informieren.

Die Pressekonferenz wird live auf Facebook übertragen. So können auch interessierte Bürgerinnen und Bürger die Pressekonferenz  von überall verfolgen.

Der Link zum Livestream auf der Facebookseite des Ortenaukreises wir am Dienstagmorgen auf den Social Media-Kanälen veröffentlicht.
Link zur Original-Meldung: https://www.facebook.com/Klinikum.Ortenau/posts/4919317768082256

Schon eigenartig, dass auch die Fraktionsvorsitzenden VOR der Debatte des Gesundheits- und Klinikausschusses sich an einer Pressekonferenz zum Thema beteiligen!
Alles schon in trockenen Tüchern? – ist die Sitzung nur ein Schauspiel?

Kommentar zum Besuch Ministers Lucha im Kreistag

Ein Kommentar zum Besuch des Ministers Lucha im Kreistag

Guten Tag,

dem Bericht in der Zeitung über die Äußerungen von Minister Lucha kann ich nur zustimmen.
https://www.bo.de/lokales/achern-oberkirch/runder-tisch-oberkirch-kritisiert-lucha-auftritt

Ich habe mir die Zeit genommen und die fast 2-stündige Rede von Herrn Lucha auf youtube angehört. Er sagte sehr viel und dennoch wenig zu der Problematik hinsichtlich der Grundversorgung vor Ort. Der ganze Kreistag aalte sich in einer unverbindlichen Zusage von 60%-Zuschuss („das ist sportlich“ für mich eher „vage“!). Das Thema kreiste nur um die Konzentration und Spezialisierung.

Das Anliegen der Grundversorgung bzw. Nachsorge wurde mit  „flächendeckende Notfallversorgung, Primärkrankenhaus, Portalkrankenhaus, Nachnutzung,…“ als eine selbstverständliche Voraussetzung deklariert, aber in keinster Weise definiert. Ich denke, dass dies doch das Anliegen des runden Tisches ist.

In diesen Portalhäusern könnte man bei kleinen „Blessuren“ (einfacher Bruch,Prellung,Schnittwunde, Übelkeit, Kreislaufprobleme,…) und  Nachsorge (nach einer OP  in der Spezialklinik,..) vor Ort schnell, günstig und wirksam helfen. Es kann wohl nicht sein, dass man wegen „Bagatellen“ stundenlang die Ambulanz in einer Spezialklinik blockiert! Dies ist doch im Augenblick schon der Fall!

Sicherlich müsste sich  auch im Vergütungssystem der Krankenhäuser etwas ändern. Die ertragreichen Fallpauschalen gibt es nur bei größeren (oft unnötigen) Eingriffen. Da sind wir in der EU ja Spitzenreiter!

Die „ Portalkrankenhäuser“ können doch nur überleben, wenn deren Leistungen für die Grundversorgung auch ausreichend honoriert werden. Ich hatte den Eindruck, dass hier die Finanzierung (KVs, Land…) überhaupt noch nicht geklärt ist.

Zeitgleich erschien gestern ein Bericht in der ARZ, dass die Notfallversorgung im Renchtal unzureichend ist. Braucht es da noch mehr vernünftige Gründe ?!?!

Bei der Agenda 2030 kommt der zweite Schritt vor dem Ersten.
Lassen Sie sich nicht entmutigen!
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Zuversicht.

Beste Grüße aus Oppenau
Heinz Lang

Übergabe der Petition

Rede von Elke Honsel bei der Petitionsübergabe am 23. Juni

Sehr geehrter Herr Landrat Scherer, sehr geehrte Damen und Herren Kreisräte,
sehr geehrte Anwesende,
Mein Name ist Elke Honsel und ich stehe hier als Vertreterin des Runden Tisches, eine Vereinigung, die sich für den Erhalt der kleinen Krankenhäuser einsetzt.
Vor meiner Pensionierung war ich Leitende Med. techn. Assistentin und kenne den Krankenhausbetrieb aus langjähriger Erfahrung.Weiterlesen

Demonstration in Offenburg am 20. Juni gegen Agenda 2030

Gemeinsam mit der LILO-Ortenau, Verdi, Friday for Futures haben wir eine Demonstration gegen die Durchführung der sogenannten Agenda 2030 mit von uns geschätzten mindestens 600 Teilnehmern veranstaltet. Dabei waren viele Renchtäler, von denen der eine oder andere das erste Mal in seinem Leben an einer Demonstration teilgenommen hat. Dr. Rainer Stier, ehemaliger Kinderarzt aus Oberkirch, hat unsere Standpunkte zur sogenannten Agenda 2030 auf der Demonstration noch einmal klar gemacht:Weiterlesen

Petition „Wir für unser Krankenhaus – Stoppt die Agenda 2030“ wird Landrat übergeben

Wir werden am kommenden Dienstag im Landratsamt des Ortenaukreises die gesammelten über 5000 Unterschriften der Petition „Wir für unser Krankenhaus – Stoppt die Agenda 2030“ an Landrat Frank Scherer und die Mitglieder des Gesundheits- und Klinik-Ausschusses übergeben. Die Übergabe soll anlässlich der Sitzung des Ausschusses im Hof des Landratsamtes öffentlich zwischen 15:15 Uhr und 15:45 Uhr stattfinden. Über zahlreiche anwesende Unterstützer würden wir uns freuen.Weiterlesen

Finanzbedarf Agenda 2030

Erste Berechnung 2018 des Finanzbedarfs für die Agenda 2030 war mehr als zweifelhaft

Ende Januar 2020 wurde aus der Verwaltung des Ortenaukreises bekannt, dass der Investitionsbedarf für die Agenda 2030 von ursprünglich errechneten 504 Mio. € auf mindesten 921 Mio. € (bei Einbeziehung weiterer infrastruktureller Maßnahmen auf 1,3 Mrd. €) steigen wird.  Anfang Februar hatte sich daraufhin unser Mitstreiter des Runden Tischs, Bernd Honsel, ehemaliger langjähriger Syndicus in einem der größten deutschen Versicherungsunternehmen, die Berechnungen des Landratsamts, die eine der Grundlagen des Agenda-Beschlusses vom Juli 2018 war, genauer angesehen.

Hinsichtlich der Ansage von Landrat Scherer noch vor der Sommerpause ein neues Finanzkonzept für die Agenda 2030 vorzulegen, hier die Auswertung von Bernd Honsel:

Überholte Annahmen, fehlende Kosten, fiktive Berechnungsgrundlagen

Die Klinikverwaltung beruft sich zur Begründung des Finanzierungsbedarfs und die Erhöhung der Kreisumlage immer noch auf das Gutachten Lohfert & Lohfert, das in der Fassung vom 19.4. 2018 auf der Homepage der Agenda 2030 veröffentlicht ist.
Dieses Gutachten diente der Vorbereitung der Strukturentscheidung. Es enthält keine Finanzplanung und ist durch die in der Zwischenzeit getroffenen Entscheidungen überholt.
Die optimistische Bewertung beruht auf unvollständigen und überholten Annahmen.Weiterlesen

Stellungnahme zum Interview mit dem Klinikgeschäftsführer Herrn Keller in der ARZ vom 26. Mai 2020

https://www.bo.de/lokales/ortenau/klinikchef-christian-keller-die-grosse-linie-stimmt-bei-uns

Unsere Stellungnahme wurde leider nur „in Kürze“ auf der Ortenauseite vom 16.6.2020 in der gedruckten Ausgabe der Mittelbadischen Presse wiedergegeben. Hier der Originaltext:

Herr Keller hält die Agenda 2030 für „alternativlos“. Der Begriff ist inzwischen aus der Bundespolitik wohl bekannt und wurde immer dann eingesetzt, wenn keine Sachargumente zugelassen werden sollten. Die Ergebnisse solcher Vorgehensweisen sind ebenfalls bekannt.

Herr Keller hat nach seinen Aussagen aus der Krise gelernt, dass er gute Mitarbeiter hat (warum prägt diese Erkenntnis nicht sein Verhalten) und dass mehr Zugänge zur Notaufnahme und Schleusen vorzusehen sind. Dieser Lernerfolg erscheint beschränkt. Andere denken nach den gemachten Erfahrungen darüber nach, Kliniken teilweise von vornherein möglichst virenfrei zu halten, um dort die erforderlichen Behandlungen und Operationen durchführen zu können. Dazu braucht man mehrere Häuser!Weiterlesen